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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Energiefabrik Knappenrode

Energiefabrik Knappenrode

Ellen Schelbert

Energiefabrik Knappenrode

Luftbild Energiefabrik Knappenrode
Luftbild Energiefabrik Knappenrode

Backsteinrot leuchtet die Fassade der fast 100-jährigen Brikettfabrik. Sie zählt heute zu den touristischen „Leuchttürmen" im Lausitzer Seenland.  1993 endete hier die letzte Schicht. Turbinen, Trockner und Pressen wurden angehalten. Geblieben ist ein eindrucksvolles Stück Lausitzer Industriegeschichte.

Über 25 ha erstreckt sich das weitläufige Gelände der Energiefabrik Knappenrode. Damit ist sie ein Museum der besonderen Art, denn die zwölf Ausstellungs- und Erlebnisbereiche befinden sich im Inneren der Fabrik  und auf dem weitläufigen Fabrikareal; die Wege führen über und unter Tage.

 

Als ehemalige Brikettfabrik ist die Energiefabrik Knappenrode in mehrfacher Hinsicht ein Symbol für die großen Umbrüche in der landschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung der Lausitz. So steht der 1918 in Betrieb genommene, monumentale Backsteinbau für den industriellen Aufschwung des einstigen Lausitzer Sumpf- und Heidelandes. Das Abtragen von Braunkohle in gigantischen Tagebauen, das Pressen von Kohlebriketts in den Fabriken und das Wohnen der Arbeiter „vorm Werktor" prägten die Lausitz fast ein ganzes Jahrhundert. Mit dem politischen und wirtschaftlichen Zusammenbruch der DDR erfolgte dann nicht nur für die Brikettfabrik Knappenrode die rasche Stilllegung. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Fabriken, wurde in Knappenrode jedoch nicht der Abriss, sondern der Erhalt vollzogen und somit den historischen Gemäuern neues Leben eingehaucht.

FabrikErlebnisRundgang
FabrikErlebnisRundgang

Auf dem FabrikErlebnisRundgang kann man dem Weg der Kohle folgen. Über sieben Etagen führt dieser vorbei an imposanten Maschinen, historischen Fotografien und berührenden Interviews. Dreimal am Tag heißt es: Schichtbeginn! Siebe, Trockner, Förderbänder und Pressen beginnen zu rotieren - ein ohrenbetäubender Eindruck.

Still und glanzvoll wird es dann in der Ausstellung „Heiss geliebt" -  der größten Ofen- und Feuerstättensammlung Sachsens. Über 500 Öfen und Feuerstätten hat der Berliner Schornsteinfegermeister  Bernd Müller zusammengetragen. Liebevoll restauriert, präsentiert sich ein Großteil dieser Sammlung kombiniert mit spannenden Informationen rund um die Geschichte der feurigen Gesellen, Brennstoffe und dem Element Feuer.

Das Außengelände lockt vor allem die Kinder, durch den Tertiärwald zu stöbern, den richtigen Weg im Irrgarten zu finden und durch die Tunnelrutsche unter Tage zu gelangen.

Von Anfang April bis Ende Oktober kann man eine Fahrt auf der Draisine genießen, welche bald auch als Rundkurs um das Fabrikgelände führen wird.

Die Energiefabrik Knappenrode bietet vielfältige Möglichkeiten einen ganzen Tag voller Abenteuer und wunderbarer Entdeckungen zu erleben.

Kontakt:
Sächsisches Industriemuseum
Energiefabrik Knappenrode
Ernst-Thälmann-Straße 8
02977 Hoyerswerda/OT Knappenrode

Tel.: 03571 604267
Fax: 03571 604275
Mail: knappenrode@saechsisches-industriemuseum.de
http://www.saechsisches-industriemuseum.de/

Öffnungszeiten:
April bis Oktober
Dienstag bis Freitag  9 Uhr bis 17 Uhr
Samstag/Sonntag/Feiertage 10 Uhr bis 17 Uhr

November bis März
Dienstag bis Freitag                9 Uhr bis 15 Uhr
Samstag/Sonntag/Feiertage   10 Uhr bis 17 Uhr

Eintrittspreise:
Erwachsene 5 Euro
Kinder 2 Euro
Familien 10 Euro

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