Hoyerswerda Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
www.hoyerswerda-lese.de

Weiterempfehlen

Unser Leseangebot

Astrid Koopmann/ Bernhard Meier
Kennst du Erich Kästner?

Ist das dort nicht Kästner, Erich Kästner? Ich habe gehört, er war gerade auf großer Reise - Dresden, Leipzig, Berlin, München oder so. Soll ich dich mit ihm bekannt machen? Kästner mal ganz privat! Er hat immer eine Menge spannender Geschichten auf Lager.

Archiv verschwundener Orte / Archiw zgubjonych jsow

Archiv verschwundener Orte / Archiw zgubjonych jsow

Ellen Schelbert

Archiv verschwundener Orte / Archiw zgubjonych jsow

"Gott hat die Lausitz erschaffen, aber der Teufel hat die Kohle darunter gelegt", pointiert ein sorbisches Sprichwort das zwiespältige Verhältnis der Menschen in der Lausitz zur Braunkohle.

Seit Jahrzehnten dominiert der Braunkohlenbergbau die wirtschaftliche Entwicklung der ansonsten strukturarmen Lausitz und bringt den Menschen Arbeit. Zugleich hinterließen die flächenintensiven Tagebaue Mondlandschaften. Dörfer und Ortsteile die ihnen im Weg standen, wurden devastiert. Unter künstlichen Seen und rekultivierten Halden liegen die verschwundenen Orte der Lausitz. Lediglich Gedenksteine oder -tafeln machen ab und an auf ihre vormalige Existenz aufmerksam. Insgesamt 137 Lausitzer Orte mussten seit 1924 dem Braunkohlenbergbau ganz oder teilweise weichen, über 25000 Menschen verloren so ihre Heimat.

Das Archiv verschwundener Orte präsentiert das vielschichtige und in seinen Auswirkungen komplexe Thema "Umsiedlung in der Lausitz". In einer modernen, multimedialen Präsentation werden Themen wie die Geschichte des Lausitzer Braunkohlenreviers, die Geschichte und Gegenwart von Ortsabbrüchen und die Auseinandersetzungen im Prozess der Umsiedlung der Gemeinde Horno vermittelt. Besondere Berücksichtigung finden die problematischen Auswirkungen, die der Braunkohlenbergbau auf Kultur, Sprache und Siedlungsgebiet der Sorben / Wenden hinterlassen hat. Im Sorbischen / Wendischen Sprachlabor werden Bedeutung, Wertigkeit, Besonderheiten und die breite Anwendung der sorbischen / wendischen Sprache vermittelt.

Mittelpunkt der Ausstellung bildet eine begehbare Landkarte als Teppich, die das gesamte Lausitzer Revier zeigt. Auf dem Teppich kann der Besucher mit einem interaktiven Infosauger alle verschwundenen Orte digital ansteuern. Diese Datenbank hält u.a. Informationen zum Ablauf der Umsiedlung, zur Chronik der Orte, Hinweise zum sorbischen Sprachgebrauch oder aber auch Bilder mit historischen Ortsansichten bereit.

An der Dorfaue 9
03149 Forst (Lausitz)

Öffnungszeiten: Die - Do: 10 - 17 Uhr und jeden 1. und 3. Sonntag im Monat 14 - 17 Uhr
Feiertags geschlossen
Besuche sind nach Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

Erwachsene: 2,00 €
Ermäßigt: 1,50 €
Gruppen ab 10 Personen: 1,50 € / Person
Schülergruppen: 0,50 € / Person

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Kirchen in Hoyerswerda
von Alexander Walther
MEHR
Krabatmühle
von Rudolf Dadder
MEHR
Zoo
von Rudolf Dadder
MEHR