Hoyerswerda-Lese

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Johann Joachim Winckelmanns Wirken auf Schloss Nöthnitz und in Dresden

Klaus-Werner Haupt

Nach rastlosen Jahren findet Johann Joachim Winckelmann auf dem nahe Dresden gelegenen Schloss Nöthnitz eine Anstellung als Bibliothekar. Die bünausche Bibliothek und die Kunstsammlungen der nahen Residenzstadt ermöglichen Kontakte mit namhaften Gelehrten. In ihrem Kreise erwirbt der Dreißigjährige das Rüstzeug für seine wissenschaftliche Karriere. Sein epochales Werk „Gedancken über die Nachahmung der Griechischen Werke in der Mahlerey und Bildhauer-Kunst“ (1755) lenkt den Blick auf die Kunstsammlungen Augusts III. und ebnet den Weg nach Rom.

Winckelmanns Briefe, von denen mehr als fünfzig aus den sächsischen Jahren überliefert sind, lassen seinen Karrieresprung, aber auch seine persönlichen Nöte vor unseren Augen lebendig werden. Zwei Gastbeiträge über die jüngere Geschichte des Schlosses und die Visionen der Freunde Schloss Nöthnitz e. V. runden den Jubiläumsband ab.

Der Sorbenbrunnen

Der Sorbenbrunnen

Rudolf Dadder

Auf dem Marktplatz von Hoyerswerda befindet sich ein Brunnen, auf dessen wasserspendender Säule ein Paar in sorbischer Bauerntracht zu sehen ist. Er wird Sorbenbrunnen genannt. Hoyerswerda hat eine besonders enge Beziehung zur sorbischen Geschichte und Kultur. Im Jahr 1912 wurde hier die Domowina, der Dachverband der sorbischen Vereine und Organisationen, gegründet. Der Sorbenbrunnen soll daran erinnern, dass das Volk der Sorben viele Jahrhunderte die Ober- und Niederlausitz geprägt hat. Im siebten, achten und neunten Jahrhundert waren sie die einzigen Bewohner dieses Gebiets.

Der Brunnen ist ein Werk des Bildhauers Jürgen von Woyski, der 45 Jahre in Hoyerswerda gelebt und an der künstlerischen Gestaltung der Neustadt mitgewirkt hat.

Der Sorbenbrunnen stand zunächst im Hof der Ortenburg in Bautzen, bevor er 1994 seinen heutigen Standort erhielt.

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Fotos: Rudolf Dadder

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