Hoyerswerda-Lese

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Rüdiger Fikentscher

Deutschland und anderswo
Reiseerlebnisse im 19. Jahrhundert

»Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen«, dichtete einst Matthias Claudius. Wie recht er damit hatte, zeigt sich in den im Buch versammelten Originalberichten aus Tagebüchern und Briefen von Mitgliedern einer besonders reisefreudigen Familie über fünf Generationen. Sie reisten geschäftlich, wegen der Wissenschaft, um Bildung zu erwerben und persönliche Verbindungen zu stärken. Auf jeden Fall individuell, doch kaum, um sich zu erholen. Weder arm noch reich wanderten oder fuhren sie durch Deutschland, Österreich, Frankreich und England, kamen sogar nach Übersee.

Hoyerswerda: Altstadt gegen Neubau

Hoyerswerda: Altstadt gegen Neubau

Almut Philipp

Gegensätze ziehen sich an

In der Kleinstadt Hoyerswerda südlich des Lausitzer Seenlandes treffen mittelalterliche Altstadt und die Chronik des Plattenbaus mit prägenden Zeugnissen aufeinander. An zwei Seiten des altstädtischen Marktplatzes kann man neben alten Bürgerhäusern das Rathaus bewundern. Der dreigeschossige Renaissancebau wurde ursprünglich 1449 errichtet und nach Bränden 1680 wieder aufgebaut, 1930 bekam er sein heutiges Aussehen. Unweit steht das Schloss. Wie meist in der wasserreichen Lausitz war es zunächst ein Wasserschloss, im 13. Jahrhundert auf einer Insel in der Schwarzen Elster gebaut. Reichsfürstin Ursula Katharina von Teschen ließ das Schloss im Barockstil umbauen. Heute ist es ein Museum. Zu jener Zeit entstand auch die Lange Straße, eine schmale Gasse eingeschossiger Handwerkerhäuser in geschlossener Bebauung. Die kursächsische Postmeilensäule wurde 1730 auf dem Marktplatz aufgestellt. Am Markt steht auch das Gründungshaus der Domowina, des Bundes Lausitzer Sorben e. V., der hier 1912 gegründet wurde. Zum neuen Stadtbild zählt der Sorbenbrunnen, ihn entwarf der Bildhauer Jürgen von Woyski. Ansonsten ist der quadratische Markt modern bebaut. Das ist das Hoyerswerda der Schriftstellerin Brigitte Reimann, die hier von 1960 bis 1968 lebte und wo 1955 das Braunkohleveredlungskombinat Schwarze Pumpe entstand. Für die Neubaukomplexe wurde in Hoyerswerda erstmals die industrielle Großplattenbauweise angewendet und bis heute kann man die Phasen des Plattenbaus an den modernisierten Wohngebäuden studieren.

Touristinformation Hoyerswerda

Braugasse 1

02977 Hoyerswerda

Tel: 03571 / 2096170

https://www.lausitzerseenland.de/de/service/touristinformationen/artikel-touristinformation_hoyerswerda.html


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Textquelle:

Philipp, Almut: Die Lausitz - die 99 besonderen Seiten der Region: Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2018.

Bildquelle:

Almut Philipp.

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