Hoyerswerda Lese

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Maximilian Schochow

Zwischen Erziehung, Heilung und Zwang
Geschlossene Venerologische Einrichtungen in der SBZ/DDR
Studienreihe der Landesbeauftragten, hg. von der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Sonderband

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es in der Sowjetischen Besatzungszone zu einer Reihe von Neuregelungen im Umgang mit krankheitsverdächtigen und geschlechtskranken Personen, die bis weit in die DDR wirkten. Die Selbstbestimmung betroffener Personen wurde eingeschränkt, die Rechte der Gesundheitsbehörden erweitert, und mit dem Fürsorgeheim für Geschlechtskranke wurde ein vollkommen neuer Typ einer totalen Institution in Deutschland eingeführt. Angelehnt an das sowjetische Modell der Prophylaktorien sollten zwangseingewiesene Personen in den Fürsorgeheimen isoliert, therapiert und durch Arbeit erzogen werden.

Die Umsetzung dieser Neuregelungen in der Praxis wird an den Beispielen des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Schloss Osterstein in Zwickau, des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Leipzig-Thonberg und der geschlossenen Venerologischen Station Leipzig-Thonberg gezeigt.

Hoyerswerda: Altstadt gegen Neubau

Hoyerswerda: Altstadt gegen Neubau

Almut Philipp

Gegensätze ziehen sich an

In der Kleinstadt Hoyerswerda südlich des Lausitzer Seenlandes treffen mittelalterliche Altstadt und die Chronik des Plattenbaus mit prägenden Zeugnissen aufeinander. An zwei Seiten des altstädtischen Marktplatzes kann man neben alten Bürgerhäusern das Rathaus bewundern. Der dreigeschossige Renaissancebau wurde ursprünglich 1449 errichtet und nach Bränden 1680 wieder aufgebaut, 1930 bekam er sein heutiges Aussehen. Unweit steht das Schloss. Wie meist in der wasserreichen Lausitz war es zunächst ein Wasserschloss, im 13. Jahrhundert auf einer Insel in der Schwarzen Elster gebaut. Reichsfürstin Ursula Katharina von Teschen ließ das Schloss im Barockstil umbauen. Heute ist es ein Museum. Zu jener Zeit entstand auch die Lange Straße, eine schmale Gasse eingeschossiger Handwerkerhäuser in geschlossener Bebauung. Die kursächsische Postmeilensäule wurde 1730 auf dem Marktplatz aufgestellt. Am Markt steht auch das Gründungshaus der Domowina, des Bundes Lausitzer Sorben e. V., der hier 1912 gegründet wurde. Zum neuen Stadtbild zählt der Sorbenbrunnen, ihn entwarf der Bildhauer Jürgen von Woyski. Ansonsten ist der quadratische Markt modern bebaut. Das ist das Hoyerswerda der Schriftstellerin Brigitte Reimann, die hier von 1960 bis 1968 lebte und wo 1955 das Braunkohleveredlungskombinat Schwarze Pumpe entstand. Für die Neubaukomplexe wurde in Hoyerswerda erstmals die industrielle Großplattenbauweise angewendet und bis heute kann man die Phasen des Plattenbaus an den modernisierten Wohngebäuden studieren.

Touristinformation Hoyerswerda

Braugasse 1

02977 Hoyerswerda

Tel: 03571 / 2096170

https://www.lausitzerseenland.de/de/service/touristinformationen/artikel-touristinformation_hoyerswerda.html


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Textquelle:

Philipp, Almut: Die Lausitz - die 99 besonderen Seiten der Region: Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2018.

Bildquelle:

Almut Philipp.

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