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Unser Leseangebot

Kennst du Gotthold Ephraim Lessing?
vorgestellt von Jürgen Krätzer

Jürgen Krätzer eröffnet uns eine neue Sicht auf den Autor. Lessing entpuppt sich als schulverdrossener Aufrührer, als Student in „schlechter Gesellschaft" und als leidenschaftlicher Glücksspieler, der sich von Job zu Job hangelt. Bewusst stellte er sich gegen die damaligen Erwartungen und prangerte die Scheuklappen der Gesellschaft an. Krätzer zeigt dies anhand unkonventioneller Fabeln und Gedichte, seiner Kritiken und Briefe. Zugleich setzt er sich mit Lessings neuartiger Theatertheorie und den aufklärerischen Werten in seinen Dramen auseinander. Dabei gelingt es ihm aufzuzeigen, wie relevant und modern deren Themen noch heute sind.

Archiv verschwundener Orte / Archiw zgubjonych jsow

Archiv verschwundener Orte / Archiw zgubjonych jsow

Ellen Schelbert

Archiv verschwundener Orte / Archiw zgubjonych jsow

"Gott hat die Lausitz erschaffen, aber der Teufel hat die Kohle darunter gelegt", pointiert ein sorbisches Sprichwort das zwiespältige Verhältnis der Menschen in der Lausitz zur Braunkohle.

Seit Jahrzehnten dominiert der Braunkohlenbergbau die wirtschaftliche Entwicklung der ansonsten strukturarmen Lausitz und bringt den Menschen Arbeit. Zugleich hinterließen die flächenintensiven Tagebaue Mondlandschaften. Dörfer und Ortsteile die ihnen im Weg standen, wurden devastiert. Unter künstlichen Seen und rekultivierten Halden liegen die verschwundenen Orte der Lausitz. Lediglich Gedenksteine oder -tafeln machen ab und an auf ihre vormalige Existenz aufmerksam. Insgesamt 136 Lausitzer Orte mussten seit 1924 dem Braunkohlenbergbau ganz oder teilweise weichen, über 25000 Menschen verloren so ihre Heimat.

Das Archiv verschwundener Orte präsentiert das vielschichtige und in seinen Auswirkungen komplexe Thema "Umsiedlung in der Lausitz". In einer modernen, multimedialen Präsentation werden Themen wie die Geschichte des Lausitzer Braunkohlenreviers, die Geschichte und Gegenwart von Ortsabbrüchen und die Auseinandersetzungen im Prozess der Umsiedlung der Gemeinde Horno vermittelt. Besondere Berücksichtigung finden die problematischen Auswirkungen, die der Braunkohlenbergbau auf Kultur, Sprache und Siedlungsgebiet der Sorben / Wenden hinterlassen hat. Im Sorbischen / Wendischen Sprachlabor werden Bedeutung, Wertigkeit, Besonderheiten und die breite Anwendung der sorbischen / wendischen Sprache vermittelt.

Mittelpunkt der Ausstellung bildet eine begehbare Landkarte als Teppich, die das gesamte Lausitzer Revier zeigt. Auf dem Teppich kann der Besucher mit einem interaktiven Infosauger alle verschwundenen Orte digital ansteuern. Diese Datenbank hält u.a. Informationen zum Ablauf der Umsiedlung, zur Chronik der Orte, Hinweise zum sorbischen Sprachgebrauch oder aber auch Bilder mit historischen Ortsansichten bereit.

An der Dorfaue 9
03149 Forst (Lausitz)

Öffnungszeiten: Die - Fr: 10 - 17 Uhr und jeden 1. und 3. Sonntag im Monat 14 - 17 Uhr
Feiertags geschlossen
Besuche sind nach Voranmeldung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

Erwachsene: 2,00 €
Ermäßigt: 1,50 €
Gruppen ab 10 Personen: 1,50 € / Person
Schülergruppen: 0,50 € / Person