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Zu Gast in Weimar

George Eliot; deutsche Übersetzung: Nadine Erler

Zu den vielen Künstlern, die es nach Weimar zog, gehörte auch die englische Schriftstellerin George Eliot. Im Sommer 1854 verbrachte sie drei Monate im kleinen, doch weltberühmten Städtchen an der Ilm. George Eliots schriftlich festgehaltenen Eindrücke sind äußerst amüsant. Dieser Blick einer Fremden lässt Weimar in anderem Licht erschienen.

Broschüre, 40 Seiten, 2019


"Diese unmögliche Stadt"

Die Schriftstellerin Brigitte Reimann (1933 - 1973) lebte von 1960 bis 1968 in Hoyerswerda. Sie arbeitete im Kombinat Schwarze Pumpe und zusätzlich als Schriftstellerin und Kunstförderin. Über Hoyerswerda schrieb sie:

„Merkwürdig, wie man sein Herz an diese öde Landschaft gehängt hat, an diese unmögliche Stadt, an die Leute (...). Unser Centrum-Kaufhaus sieht elegant aus, ist aber schon ziemlich runtergewirtschaftet, schlampig wie alle Läden und Restaurants hier, die nach wer weiß welchem teuflischen Prinzip träge und lotterig werden, kaum bestehen sie ein paar Wochen. Trotzdem - wenn ich denke, daß nur ein paar Blöcke in einer Sandwüste standen, als wir hierher kamen, und jetzt ist es eine Stadt von fast 60.000 Einwohnern, und das Kombinat ist ein riesiger Komplex geworden (in dem so gut wie nichts ordentlich funktioniert). Die Kohle geht zuende, vielleicht ist Hoy in zwanzig Jahren eine Geisterstadt wie die verlassenen Goldgräber-Siedlungen."

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Bild: Brigitte Reimann (1966); Quelle: Wikimedia.commons; Genehmigung: Bundesarchiv, Bild 183-E1209-0026-001 / Franke, Klaus / CC-BY-SA

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