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Karlheinz Fingerhut 
Kennst du Franz Kafka?

Was für ein komischer Kauz muss dieser Kafka wohl gewesen sein, dass kaum ein Lehrer so recht weiß, wie ihn vermitteln. Dabei ließen sich Kafkas Texte mit Träumen vergleichen, und die kennt doch jeder.
Karlheinz Fingerhut ermöglicht in diesem Buch einen leichteren Zugang zum Menschen Kafka und zu seinen teils verwirrenden Werken.

Domowina

Domowina

Rudolf Dadder

Als sich im Jahr 1912 in Hoyerswerda die Vertreter von 30 sorbischen Vereinen zusammenfanden, um einen Dachverband zu gründen, wählten sie für ihn den poetischen Namen „Domowina", der Heimat bedeutet. Wichtigstes Ziel der Vereinigung war es, die Kultur und das Eigenleben der sorbischen Nationalität im Deutschen Reich zu sichern und sich dagegen zur Wehr zu setzten, dass von den deutschen Behörden und auch von kirchlichen Institutionen immer wieder der Versuch unternommen wurde, die sorbische Sprache zurückzudrängen und die slawisch stämmige Bevölkerung zu germanisieren. So hatte es noch Reichskanzler Bismarck im Jahr 1875 untersagt, dass an Schulen in sorbischer Sprache unterrichtet werden durfte.

Unter den Nationalsozialisten wurde die Domowina im Jahr 1937 verboten, nach dem Zweiten Weltkrieg konnte sie wiedergegründet werden. Seit 1934 führt sie den Namenszusatz „Bund Lausitzer Sorben". Seit die Sorben in der ehemaligen DDR und durch den Deutschland-Vertrag von 1990 als nationale Minderheit anerkannt sind, liegt der Schwerpunkt von Domowina in der Förderung der sorbischen Kultur. Die Vereinigung zählt heute etwa 7.000 Mitglieder, Vereine, Organisationen und Einzelpersönlichkeiten. Sie untergliedern sich in fünf Regionalverbände. Vierzehn Vereine teilen sich in spezifische Aufgaben, Themen und Zielgruppen. Der Sorbische Schulverein betreibt u.a. das Sprachprojekt Witaj. Sechs Mitgliedsverbände außerhalb der Lausitz, u.a. in Tschechien, Australien und den USA, sind Domowina assoziiert. Organisatorisches Zentrum ist das in Bautzen gelegene „Haus der Sorben".

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Das Symbol der Domowina mit den 3 Lindenblättern stammt von der sorbischen Malerin und Grafikerin Hanka Krawcec (Hannah Schneider) (1901-1988). Das Logo unterliegt dem Copyright der Domowina - Bund Lausitzer Sorben e.V.